Strassenkinder

Brasilien ist nicht nur ein touristisches Traumziel, sondern auch ein von Armut geprägtes Land, in dem die Kluft zwischen arm und reich sehr gross ist…


Armut und ihre Konsequenzen

Viele Kinder aus armen Verhältnissen landen ganz oder vorübergehend auf der Strasse. Ihre Lebensbedingungen dort sind schlecht und sie kommen früh mit Hunger, Gewalt, Kriminalität oder Drogen in Berührung. Sie erledigen kleine Jobs für eine warme Mahlzeit oder erbetteln Geld, Lebensmittel oder Zigaretten von Passanten und Touristen. Einige sind zu Diebstahl, Drogenhandel oder zur Prostitution gezwungen. Drogenmissbrauch, wie das Schnüffeln von Lösungsmitteln, ist weit verbreitet, um von fehlender Liebe, Hunger und Schmerz abzulenken. Für diese Kinder ist das eigenständige Leben auch später als Erwachsene schwierig, denn ohne Schulausbildung und wegen ihrer Vergangenheit als Strassenkinder können sie keine anständige Ausbildung erwerben. Manche schliessen sich Gangs an, wodurch sie häufig brutale Szenen miterleben.

Es gibt viele mögliche Gründe dafür, weshalb Kinder phasenweise oder dauerhaft auf der Strasse leben. Allgemein gesehen sind dies Armut, Vernachlässigung oder familiäre Gewalt. Jedes Strassenkind hat eine eigene Geschichte, die wie folgt aussehen könnte: Der Vater der Kinder geht weg, um Arbeit zu finden und Geld zu verdienen. Er kommt jedoch nie mehr zurück. Die Mutter hat einen neuen Freund, den die Kinder stören und es kommt beispielsweise zu Misshandlungen. Die Kinder flüchten von zu Hause auf die Strasse.

Portraits von ehemaligen Strasssenkindern

 


Illustration eines Kindes zum Leben auf der Strasse